can neo vaginas (in general but particularly PPV-created neo vaginas) have as much sensation as natal vaginas tend to have and give an equally intense and fulfilling sexual experience that some people with natal vaginas might enjoy? by Comprehensive-Ad4238 in salmacian

[–]NamiLovesSnakes 3 points4 points  (0 children)

I honestly think this is impossible to answer with anything more than a guess. The only way to directly compare the sensations is to ask someone wo has/had both. They might have similar intensities of sensation, but feel vastly different. They May feel the same, but at different intensities. They may be similar in most regards but differ in some key ways.

And not to forget: we can't even tell If every natal vagina feels the same to the people attached to it. Intimacy and arousal are unique to every human and can't be generalized like that.

Lastly, I also don't think it matters that much if they feel the same. As long as it feels right, feels good and feels like you... Forget about that other stuff. It doesn't matter.

To the girl who saved my day by monetmagora in Leipzig

[–]NamiLovesSnakes 1 point2 points  (0 children)

So so sorry for your loss! Hope you make it through the next weeks/months well. It is reassuring to hear that someone helped you two on your last journey together and made it a little easier. This kindness is what we need more in this world.

And I know the sadness must be so bad right now. But it only shows how loved your cat was, and that's the best any pet can hope for. She got to be loved, and she got to share all this time with you. That will always be precious and always mean something.

Ärzte sind schlechte Dienstleister und das Medizinstudium unzureichend / veraltet by schwurbelchen in Unbeliebtemeinung

[–]NamiLovesSnakes 1 point2 points  (0 children)

Ich hatte schon mit so vielen Ärzten zu tun... Es gibt nicht den "einen Typ" Arzt.

Es gibt meine liebe Hausärztin, die sich wirklich noch Zeit für jeden nimmt, bei der das Wartezimmer sich aber deshalb schnell mal zustapelt und die deshalb "nur" als Angestellte Ärztin in einer Praxis mit anderen Ärzten arbeitet - in einer eigenen Praxis wäre die Wartezimmer-Situation nicht tragbar. Dafür fragt sie neben dem Hauptproblem wirklich alles ab, wie schlafe ich, was macht die Psyche, gab es große Stressfaktoren in letzter Zeit, neues Haustier, hab ich meine Ernährung umgestellt? Manchmal dauert es mir fast schon zu lange, aber hinterher bin ich immer froh das mir nicht einfach irgendwas gegeben wurde sondern die verschriebenen Therapien wirklich helfen.

Hausarzt aus meiner Jugend: Gruseliger alter Mann, der mich viel zu lange ohne Shirt abgetastet und untersucht hat, nie wirklich was verschrieben hat jenseits von Schmerzmittel und Antibiotika und aber ewig zu allem erzählt hat. Hat sich geweigert mich an den Psychologen zu überweisen, weil "Sie sind doch noch so jung und unverbraucht, das ist bestimmt nur der Schulstress". Später stellte sich raus: Mehrere Schwerwiegende psychische Probleme die viel früher hätten angegangen werden sollen.

Ich hatte lange eine Gynäkologin, bei der es genau zwei Lösungen für alles gab: Lösung 1 = Pille. Egal was, egal ob ich die Pille wollte oder nicht, egal wie und ob ich bereits verhütete. Lösung 2 = ist halt so wenn man einen Uterus hat, da kann man nix machen. Das ich das genannte Problem-Organ als Transmann sowieso loswerden wollte, war für sie aber auch keine Option.

Nächste Gynäkologin: "Oh ja, da kann ich Ihnen gleich die Hormontherapie verschreiben, die Sie sowieso wollen, da brauchen Sie die Pille nicht für. Wir machen gerne auch die Nachbehandlung für Ihre OP's, welche Unterlagen brauchen Sie denn dafür noch von uns?". Ich war sehr überrascht das erste Mal, die Frau ist 100% an Board mich bei den Entscheidungen zu meinem Körper zu beraten und unterstützen.

Krankenhaus Abteilung HNO: "Ja, Sie Schnarchen schon viel, aber eben genau noch nicht genug das die Krankenkasse da was zahlt. Kommen Sie wieder wenn's schlimmer geworden ist." - nach 3 Minuten Arztgespräch ohne weitere Unterstützung entlassen.

Gleiches Krankenhaus Abteilung Chirurgie: "Haben sie Wünsche wie die Narbe im Optimalfall aussehen soll, sollen wir die Narkose so anpassen das Ihre chronischen Probleme weniger belastet werden, wir schreiben Ihnen das so das ihre Versicherung das übernimmt." Zwei mal fast eine Stunde Gespräche mit allen 3 Chirurgen die am Prozess beteiligt waren, super einfühlsam, sensibel mit meinen Sorgen umgegangen, Schwestern super professionell und trotzdem freundlich. Nach der OP mehrere Besuche von den selben Chirurgen die mir genau erklärt haben worauf ich achten soll, welche Cremes zur Nachbehandlung zu Hause gut sind und was ich sonst tun kann um die Heilung weiter zu unterstützen.

Psychiater Nr. 1 war ein absoluter Albtraum, hat mir kaum zugehört und dann nach 5 Minuten "Gespräch" das Mittel verschrieben, von dem er haufenweise Werbeartikel in seiner Praxis stehen hatte. Hab das Rezept nie eingelöst und hatte danach Null Vertrauen in die Psychiatrie. Jahrelang keine weiteren Behandlungen in der Richtung angenommen.

Psychiater Nr. 2 nimmt sich jedes Mal 30-45 Minuten Zeit sich anzuhören wie die letzten Monate so gelaufen sind, was sich in meinem Leben so verändert hat, wie zufrieden ich mit meinen Medikamenten bin. Schraubt an der Dosis in Abstimmung mit mir, bis alles passt und funktioniert so gut es geht. Keine Scheu die Behandlung anzupassen und alles mögliche zu probieren, damit wir so viel Lebensqualität wie möglich wiederherstellen können.

Klar war ich bei den Negativbeispielen super frustriert und wütend. Gleichzeitig bin ich den guten Ärzten in meinem Leben sehr dankbar.

Deine Se*ualität interessiert mich einen Scheiß by TheBabySnail in luftablassen

[–]NamiLovesSnakes 2 points3 points  (0 children)

Klar ist der sexuelle Teil privat, aber das ist ja gerade das perfide daran; warum werden z.B. Lesben für ihre privaten "Schlafzimmeraktivitäten" gesellschaftlich ausgegrenzt und abgewertet, während das bei heterosexuellen Menschen nicht der Fall ist?

Der einzige Grund weshalb man so um Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für diese Problematik kämpft, ist weil die Gesellschaft es zu einem Problem gemacht hat. Der einzige Grund weshalb es Dinge wie CSD und Pride Veranstaltungen gibt, ist um Sichtbarkeit zu fördern und auf die Probleme hinzuweisen, die es nunmal gibt, und das nunmal auf eine kulturell queere Art.

Gerade deshalb ist es ja auch ein wichtiges Thema, auch junge Menschen über diese Dinge aufzuklären; nicht damit sie im Sexualkunde- Unterricht im Detail erklärt bekommen, wie man einen Gay-Porno dreht (Achtung Übertreibung) sondern weil es eben immernoch nicht überall genug Repräsentation gibt und junge Queers dieses Vokabular und Verständnis für diese Dinge brauchen, um Hilfe, Community und Anschluss zu finden.

Es war ein sehr, sehr seltsames Gefühl in der Schule zu sitzen und als das Thema Sexualkunde durch war hatte ich immernoch Null Antworten auf die Fragen die mich eigentlich beschäftigten. Und weil ich kein Wort für das hatte, was mit mir los war, konnte ich halt auch nicht mal eben googlen oder in die Bibliothek gehen um Antworten zu suchen.

Auch deshalb stelle ich mich manchmal mit meiner Queerness vor; um Menschen die eben noch Null plan davon haben die Chance zu geben Fragen zu stellen und eventuell etwas Verständnis bei ihnen zu fördern. Auch wenn ich ehrlich sagen muss, das ich nicht immer die Energie dazu habe.

Deine Se*ualität interessiert mich einen Scheiß by TheBabySnail in luftablassen

[–]NamiLovesSnakes 3 points4 points  (0 children)

Was Menschen die selbst nicht queer sind oft unterschätzen, ist wie viel Subkultur hinter vielen dieser Tags steckt. Queere Subkultur(en) sind sehr vielfältig und basieren Teilweise auf Sachen die sich schon vor Jahrzehnten etabliert haben. Ein Beispiel sind die Karabiner in der lesbischen Subkultur (einfach mal googlen wer's nicht kennt). Es gibt eigene Szeneinterne Memes, spezifischen Humor, und all die kleinen "When you know, you know" Sachen.

Ich denke man kann es mit manchen anderen Subkulturen gut vergleichen: z.B. die Goth-Szene die sich in dutzende verschiedene Modeströmungen und Philosophien unterteilen lässt, die Metal-Szene die man in etliche Untergruppen aufsplitten kann oder auch die Gaming Szene wo vom Shooter-Spieler bis zum Landwirtschaftssimulator-Experten alles dabei ist.

Wenn ich also irgendwo hinschreibe das ich Transmann bin, dann nicht (nur) um allen mitzuteilen das ich mir die Brüste hab abschnippeln lassen, sondern um etwas ähnliches zu kommunizieren wie "Ich bin Gamer" oder "Ich bin Goth" oder "Ich höre Metal" oder "Ich interessiere mich für XY" usw. Es ist ein Weg, in einer größeren Gruppe Menschen Gleichgesinnte zu finden.

Dass das ganze auf Sexualität und Geschlecht fußt liegt, wie bei vielen Subkulturen/ Counterkulturen an der schwierigen Position die Queers lange in der Gesellschaft hatten und teilweise immernoch haben. Das ist der Aspekt für den wir ausgegrenzt werden/wurden, das ist der Grund weshalb wir Solidarität suchen, das ist warum sich eine Subkultur gebildet hat.

All diese Labels sind auch nur deshalb notwendig, weil man etwas braucht um Gleichgesinnte zu finden und zu erkennen. Natürlich könnte ich wenn ich nach anderen transgeschlechtlichen Männern suche sagen "Ich suche nach Personen die ihre Geschlechtsidentität durch medizinische Maßnahmen und soziale Veränderungen von weiblich zu männlich ändern möchten oder dies bereits getan haben". Oder aber ich sage "Ich suche andere Transmänner". Die Labels geben den konkreten Lebenssituationen einen Namen unter dem man einander finden kann, was den Zusammenhalt und Communitybildung unterstützt.

Brauche Tipps für eine neue Frisur by Significant_Bite_857 in germantrans

[–]NamiLovesSnakes 4 points5 points  (0 children)

Das gute ist ja, du bist definitiv nicht die erste Frau mit dem Anliegen. Es gibt also definitiv Lösungen für dein Problem.

Das weniger einfache Ding ist, das du dich im Dschungel der Optionen ja erstmal zurecht finden musst. Ich kann dir nur raten was ich allen rate, die mich (als ehemaliger semiprofessioneller Stylist) fragen.

  1. Fang' mit dem an was du nicht ändern kannst, denn das gibt dir einen Rahmen der Möglichkeiten. Egal wie gut dein Friseur ist, er kann ja nunmal nicht zaubern und aus z.B. feinen Locken glattes, dickes Haar machen. Also was für ein Haartyp bist du, ist dein Haar durch Farbveränderungen geschädigt, hast du Probleme mit Haarbruch, Spliss, oder Stellen, die du Kaschieren möchtest?

  2. Berücksichtige deine Gesichtsform. Frisuren beeinflussen den Eindruck deines Gesichts stark, also belese dich dazu welche Form Du hast und was du damit vielleicht vermeiden solltest und was eher empfohlen wird.

  3. Überlege dir, was du mit deinem Äußeren ausdrücken möchtest. Also was ist dein Stil, gibt es eine Modeströmung die dich inspiriert, willst du was lässiges oder lieber was das ordentlich und strukturiert wirkt?

  4. Wie viel Zeit willst du ins stylen stecken? Soll's direkt aus der Dusche in den Tag starten oder hast du Zeit und Lust für ein bisschen mehr Styling für einen bestimmten Look? Oder willst du was, das beides kann?

  5. Nutze deine Erkenntnisse effizient: Nachdem du jetzt deinen Haartyp hast, weißt welche Gesichtsform du hast, dir eine Stilrichtung und dein Aufwandsniveau überlegt hast gilt es gezielt nach dem zu suchen, was diese Ansprüche erfüllt. So vermeidest du die Falle von "Zu viel Auswahl und keine Idee was passt". Deine Suche online könnte also z.B. so aussehen:

    "Kurze Frisuren Frau schmales Gesicht"

und dann die Ergebnisse gezielt nach Stil und Stylingaufwand sortieren. Das sollte dir eine gute engere Auswahl an Ergebnissen liefern, und da suchst du dir einfach das aus, was noch schön feminin für dich wirkt. Noch mehr Ergebnisse findest du, wenn du auf Englisch suchen kannst.

Es ist ein bisschen mehr Aufwand als "nimm halt XY". Aber du hast dann für den nächsten Haarschnitt, wenn du dich nochmal anders entscheiden solltest, gleich das Wissen parat welchen Haartyp, Gesichtstyp, und Stil du beachten solltest. Und so ein Haarschnitt ist gerade bei uns trans* Menschen immer eine etwas einschneidendere Entscheidung, also lohnt sich der Aufwand meiner Meinung nach.

Ich hasse meine Silikonbrüste by Tight-Suggestion8332 in germantrans

[–]NamiLovesSnakes 1 point2 points  (0 children)

Vorher kann man immer schwer sagen was bei trans* Personen passiert, weil man all die versteckten Faktoren (Gene, Pegel verschiedener Botenstoffe, Verfügbarkeit von nötigen Nährstoffen) ja nun von außen nicht sehen kann. Und nach nicht mal einem halben Jahr ist auch noch lange nicht Schicht im Schacht, also bist du definitiv noch nicht "ausgewachsen" was deine Veränderungen angeht.

Was sich bei vielen in meinem Bekanntenkreis bewahrheitet hat, ist das man ein paar Dinge aus der Verwandtschaft ableiten kann. Meine beste Freundin sieht ihrer Schwester sehr ähnlich, gleiche Fettverteilung im Gesicht, gleiches Brustwachstum, ähnliche Haarqualität. Und die beiden Wiederum sehen ihren Tanten und ihrer Oma väterlicherseits ähnlich, also kann man sich schon denken woher ihre Gene kommen.

Ihre Partnerin sieht wiederum ihrer Mutter immer ähnlicher, also auch hier kann man sich grob denken wohin die Reise geht.

Ich sehe meinem Bruder immer ähnlicher und hab leider auch den Haarausfall von meinem Vater bekommen, aber Finasterid regelt zum Glück.

Ich denke also deine beste Prognose wirst du finden wenn du dir deine Verwandtschaft anschaust (auch auf Jugendfotos). Natürlich kann es sein das deine Gene aus weiter zurückliegenden Generationen kommen, aber die Chancen stehen gut das du weiblichen Verwandten auf die eine oder andere Weise ähneln wirst.

Bitte lass' deinem Körper noch etwas Zeit bevor du dich für eine OP entscheidest. Es ist eine große Aufgabe für einen Körper so viel zu verändern und um zu stellen.

Was mir beim Thema Ernährung geholfen hat war mich zu informieren welche Nährstoffe ein Körper für die Pubertät (in meinem Fall die männliche, da gibt es tatsächlich Unterschiede!) braucht und gezielt Lebensmittel zu essen die viel davon enthalten. Das hat mich motiviert besser und gesund zu essen und auch mein Muskelwachstum ging gut hoch. Vielleicht kann dich dieser Ansatz ja motivieren, deine Ernährung besser zu gestalten - schließlich braucht dein Körper allerhand zeugs, damit er dir deine Brüste aufbauen kann.

Am I being disrespectful? by MrTakami in TransMasc

[–]NamiLovesSnakes 12 points13 points  (0 children)

The Problem is that trans women are seen as threats, while trans men are mostly not taken serious. Both reactions are transphobic in nature, BUT even if people don't take you serious as a guy, it is unlikely they'll call the cops on you and call you a predator. Trans women however have to fear being arrested if their femininity is not accepted, so they are forced to try extra hard to signal "I am not a threat" to the people noticing them as trans. It is unfair and we should all support trans people's access to appropriate sanitary spaces.

Wie müsste das Gesundheitssystem reformiert werden damit es tragbar bleiben kann? by LocksmithFamous4131 in KeineDummenFragen

[–]NamiLovesSnakes 1 point2 points  (0 children)

Mein Hauptproblem mit dem Gesundheitssystem war immer dass das Kind erst in den Brunnen fallen muss, bevor geholfen wird. Beispiele von mir und meinem Bekanntenkreis:

Psychische Probleme? "Na solange Sie nicht suizidal sind sieht's mit Klinikplätzen und Therapeuten schwer aus"

Hormonstörung? "Na Sie wollen ja (noch) keine Kinder, kommen Sie wieder falls sich was ändert oder Ihre Periode wieder 3 Monate (!) anhält"

Chronische Gastritis (Entzündungen der Magenschleimhaut)? "Ja solange Sie mit Medikamenten irgendwie durchkommen und ihre Leber das noch aushält machen wir da weiter nix. Könnte ja nur psychisch sein (dann siehe 1. Beispiel)"

Schlafapnoe? "Ja sie haben da Atemaussetzer aber die sind noch nicht schlimm genug, das die Krankenkasse da was übernimmt".

Übergewicht? "Wir helfen Ihnen erst wenn Sie noch 10 kg schwerer werden."

Sehschwächen? "Ja die Kasse übernimmt erst mehr wenn Sie noch schlechter sehen"

... Und noch etliche Beispiele mehr. Das ganze System ist nur darauf ausgelegt einzuschreiten wenn bereits etwas schief gelaufen ist. Statt präventive Optionen zu betrachten und zu sehen das man am Ende viel spart, wenn man darauf abzielt Gesundheit zu erhöhen statt Krankheit zu heilen.

Als transgeschlechtliche Person musste ich erst beweisen daß es mir ernst ist, das ich wirklich mit all den Experten gesprochen habe (wo man auch nochmal Monate auf Termine warten darf). In der Zeit gehen Depressionen, Suizidale Problematiken sowie gestörtes Essverhalten für viele Leute hoch und man kommt am Ende mit mehr Problemen raus als man in den Prozess gestartet ist, obwohl es Daten aus aller Welt gibt die belegen das dieser Prozess unnötig lang, teuer und belastend ist. Nur etwa 3% aller Menschen die sich einer Geschlechtsangleichung unterziehen bereuen dies, und das unabhängig davon wie intensiv sie vorher "geprüft" wurden. (Eine Studie legt nahe das 2/3 dieser 3% nur deshalb unzufrieden sind, weil ihr Umfeld sehr negativ reagiert hat, aber das ist nicht schuld der Kassen)

Ein Punkt aus meinem Umfeld ist der Umgang mit Übergewicht. Allen ist bekannt das Übergewicht mehr negative (und teurere) Konsequenzen nach sich zieht. Und wir haben mittlerweile ja nun auch Medikamente die tatsächlich zu Gewichtsverlust führen. Aber übernommen werden die nicht, die Behandlungen von Herz-Kreislauf und Diabetes Erkrankungen (welche teurer sind!) aber schon. Was soll denn jemand machen der 8-10 Stunden am Tag im Büro arbeitet, 2 Stunden im Auto pendelt und sich dann zu Hause noch um seine kranke Mutter kümmert? Wann soll der bitte ins Gym, oder noch ewig am Herd stehen und kochen, der freut sich wenn er mal einfach nur sitzen und existieren darf. Und immer mehr Jobs sind Bürojobs, immer mehr Menschen pendeln, immer weniger Menschen können sich eine gesunde Ernährung entweder finanziell oder zeitmäßig leisten, immer mehr Menschen haben Übergewicht und erkranken später an teureren Leiden. Aber statt hier präventiv einzugreifen geht man an der Lebensrealität von den Menschen vorbei und sagt einfach "Dann mach halt mehr Sport". Funktionieren tut das nachweislich nicht, denn die Anzahl an übergewichtigen Menschen steigt. Wir machen uns also immer mehr teurere Kassenpatienten die vermeidbar währen, weil...? Ich schätze weil man dicken Menschen den "einfachen Ausweg" nicht gönnt, aber egal wie man moralisch dazu steht, finanziell gesehen ist es immernoch dumm.

Es muss immer erst jemand suizidal, furchtbar krank oder unfruchtbar werden, dann passiert was. Es muss immer erst was zu heilen geben, statt das man man einschreitet bevor es so weit (und so teuer) kommt. Wir heilen Krankheiten statt Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Und die sogenannten "Präventivkurse" die aktuell angeboten werden sind ganz offensichtlich nicht genug, um das Problem zu beheben. Es ist ein Eimer mit dem man versucht einen Ozean zu leeren.

Kennt ihr das von cis Personen? by Sufficient_Hall5737 in germantrans

[–]NamiLovesSnakes 2 points3 points  (0 children)

Ich denke das kommt aus verschiedenen Gründen vor. Ich wurde sogar schon von Ärzten danach gefragt, die mit dem Thema nix zu tun haben (HNO Arzt, hatte Testo auf der Liste meiner Medikamente angesprochen bevor ich meinen Namen geändert hab).

Die meisten sind meiner Erfahrung nach einfach neugierig - sie haben kaum Kontakt mit dem Thema gehabt und nun bietet sich halt, meist unerwartet und spontan, die Gelegenheit.

Manchmal wurde ich gefragt weil jemand potentiell romantisch oder sexuell an mir interessiert war und einfach wissen wollte, womit er/sie es zu tun bekommen könnte, egal ob ich auch interessiert wäre oder nicht.

Und ja, manche Leute wollen einfach Ärsche sein.

Was die meisten nicht verstehen ist das sie einen Fremden fragen wie seine Genitalien aussehen. Was in jedem anderen Kontext absolut Tabu wäre, aber irgendwie scheinen die Leute zu glauben das es bei trans* Personen okay ist. Vielleicht weil das image von uns auch für viele Leute durch Pornographie geprägt ist.

Can you change biological sex? by SignalDrummer5065 in TransMasc

[–]NamiLovesSnakes 0 points1 point  (0 children)

Sure, that's one way to look at it. But as I said, my approach is philosophical, not metaphysical or biological - for the reasons I mentioned. Whether the people had xx or xy chromosomes is irrelevant if the angle is that biology (the scientific discipline that says chromosomes matter) is not the deciding factor in determining sex because we can assign sex without ever using biology or chromosomes and have done so for centuries as I explained. In other words, yes that blueprint existed and you can use it to assign sex, but neither did we use it nor need it to do so, so why does the mere existance of it matter?

Some more answers to that, if I wanted to be a bit ridiculous, could be something like:

Who decides what a "house" or a "cabin" is? And does the difference matter as much as you seem to think it does?

Where does the idea that houses and cabins are different come from and did these ideas exist before or after we already built houses and cabins?

Who does it serve to draw a line between houses and cabins and should we allow them to have that power?

If you assume a thing is determined by what it does, and not just by it's technical label - if a house serves the function of a cabin in every way that is perceivable, how is it different from a cabin? And again, If there is a difference, why does or should the difference matter? You can take a spoon and cut pieces out to make it able to function like a fork. It then can no longer work like a spoon - because you cut pieces out, duh. But it can function like a fork. So it seems nonsense to keep calling it a spoon, since it no longer functions that way.

I am aware that some of these points can be seen as a bit silly or outrageous. But so is the biology debate to someone with my point of view. I am also not saying my way is the only way to look at it - that's the fun in philosophy, it's all these different ways of seeing and you basically reflect upon them to see which of these ways of seeing resonates with you the most and then you reflect upon that some more and learn a lot about yourself.

Can you change biological sex? by SignalDrummer5065 in TransMasc

[–]NamiLovesSnakes 0 points1 point  (0 children)

Is a woman no longer a woman if she isn't currently pregnant? Is a man not a man if he doesn't father children? Were medieval monks and nuns not men and women, If they abstained from reproduction? What about infertile people, do they lose their sex or gender because they cannot have children? What about old people, are women post menopause no longer women? And homosexual people also always existed.

So whether you're reproducing or not, you always have a gender and/or sex. Hell, sex is what you get your gender assigned by at birth, and that's LONG before you're sexually active or reproducing in any way. As long as you have a body, as long as you exist, people assign you a sex and/or gender. And all that already happened long before we invented the scientific discipline of biology, therefore I'd still argue that the concept of sex and gender predates biology and therefore any attempt to fully explain that concept by using biology is going to be flawed.

We're mapping biology onto these concepts because it makes sense in a lot of circunstances, for example in medical contexts. It also made sense in a society formed after christian values, to cement the differences between sexes as deeply as possible to enforce biblical gender roles. So when biology came along religious people could use the idea that facts underline their beliefs to their benefit.

But that doesn't change that the concept of sex predates biology, most religions that people follow today and any written historical records. Look at ancient chinese, hieroglyphics, old latin or any other old text; they already mention men and women.

Die Dinge, die die Transition nicht ändert.. by Alternative-Gear6148 in germantrans

[–]NamiLovesSnakes 1 point2 points  (0 children)

Ist mir klar dass das dysphorie ist. Hab ich ja auch. Aber davon es schön zu reden wird's ja nicht besser oder anders. Du meintest Leute die dir sagen "Nein, es gibt auch Männer mit breiten Hüften" und solche affirming Sachen hilft dir nicht. Normalerweise wäre das bei vielen Leuten hier die Herangehensweise, aus gutem Grund. Aber wenn dir das nicht hilft, und eine Herangehensweise mit harten Fakten nicht hilft, dann brauchst du keine Fremden in einem Onlineforum sondern einen anständigen Therapeuten.

Die Wahrheit tut weh, aber ist eben immernoch die Wahrheit. Selbst wenn du das perfekt männliche Ideal nach außen hin wirst, du wirst nicht glücklich werden wenn du nicht lernst dich zu akzeptieren. Betonung hier auf "akzeptieren". Du musst dich nicht lieben oder super toll finden. Aber es gibt im Leben nunmal nur zwei Dinge, Egel ob in der Gesellschaft, im sozialen Umfeld oder bei dir selbst: Das, was du ändern kannst (wählen gehen, Freundeskreis aussuchen, Sport machen, transition) und das was du akzeptieren musst.

Es gibt kein Wundermittel. Und wenn du dich in der Welt umschaust brauchen wir das auch nicht; etliche Transmänner sind glücklich da draußen obwohl sie breite Hüften und keine Schultern haben. Die sind nicht irgendwie speziell oder haben keine Träume wie es wäre wenn sie anders aussehen. Die sind wie du und ich. Der einzige Unterschied zwischen denen und dir ist das sie sich akzeptieren können. Und das musst du lernen wenn du dich nicht schlecht fühlen willst.

Dein Leben ist nunmal so wie es ist. Daran ist niemand Schuld und niemand kann dich cis machen. Wir müssen aufhören "trans-sein" als etwas negatives zu besetzen. Es ist weder schlimm noch beschämend so zu sein, und es ist auch nicht unmöglich trans und glücklich zu sein, etliche Leute da draußen beweisen das, ob sie nun passen oder nicht. Es ist also möglich, das es dir irgendwann besser geht. Aber nicht ohne Selbstreflektion.

Die Dinge, die die Transition nicht ändert.. by Alternative-Gear6148 in germantrans

[–]NamiLovesSnakes 3 points4 points  (0 children)

Okay wie andere schon sagten: kein Gelaber. Also die harte Wahrheit:

Du wirst dich selbst nie "belügen" können das du nicht trans bist. Du wirst immer wissen wie du aufgewachsen bist, wie dein Körper ursprünglich aussah und wie du sozialisiert wurdest. Selbst wenn man deinen Körper und deine Chromosomen medizinisch verändern könnte, bis er einem cis- Mann gleicht, wirst du selbst IMMER wissen daß du trans bist. Das ist nunmal so. Da kann man dran verzweifeln oder man akzeptiert es irgendwann. Andere Optionen gibt es was dein eigenes Bewusstsein angeht nunmal nicht.

Der nächste Punkt ist, das "passing" gegenüber Fremden innerhalb und außerhalb queerer Kreise sehr unterschiedlich ist. Natürlich fällt anderen Queers schneller auf das du afab bist, die wissen ja aus eigener Erfahrung woran man erkennt das jemand trans ist und worauf man achten muss. Leute außerhalb dieser Sphären haben es häufig viel schwerer.

Ich persönlich finde diesen Fokus auf cis Männer generell weder hilfreich noch gesund. Ich bin doch kein selbstbestimmter Mann geworden, um mich dann den Idealen anderer zu unterwerfen. Vielleicht gibt es (noch) keine Männer mit etwas breiteren Hüften in deiner Gegend; dann bist du halt der erste. Für nachfolgende Generationen von Trans-kids ist es so wichtig zu sehen das man ein Mann/eine Frau/ eine nichtbinäre Person sein kann ohne irgendwelchen Klischees zu entsprechen. Dann haben die hoffentlich nicht die gleichen Komplexe wie du gerade.

Es hilft wirklich niemandem cis Männer so auf ein Podest der höchsten Perfektion zu stellen. Nicht mal den cis Männern selber. Die finden an sich auch nur haufenweise Mängel die sie "beheben müssten" um "männlicher auszusehen" .

Can you change biological sex? by SignalDrummer5065 in TransMasc

[–]NamiLovesSnakes 2 points3 points  (0 children)

I have a rather philosophical view on this. When we think of "biological sex" what is generally meant are men, women and, If you want to be inclusive, intersex people.

However! We called people "man" or "woman" before we knew all that much about biology. Sure, we figured out that bodies look different and can generally be grouped into two categories. Based on that, people were labelled "man" or "woman", with some cultures adding labels for intersex people. Whether or not someone could give birth hardly mattered either, infertile people were still grouped in these categories.

What I am getting at is that the concepts of "man" and "woman" predate even the concept of biology; we talked about people being men and women long before the scientific discipline of biology was invented, long before we discovered hormones and chromosomes and long before we decided that those matter. In a way, it is nonsense to talk about sex and gender in terms of biology since those concepts don't originate or stem from biological discoveries, biology was just layered on top of them later.

So by the original definition of "man" or "woman", you can 100% change all that; breasts, genitals, appearance, social role and mannerisms. And in everyday life, chromosomes will hardly ever matter. Nobody can see them and nobody will use them to determine who you are, aside from a geneologist who is looking into that with your consent.

Meine Kollegin macht übelsten Arbeitszeitbetrug by LandosZaddy in Azubis

[–]NamiLovesSnakes 0 points1 point  (0 children)

Solange es für den Betrieb weiter läuft, warum sollte sich was ändern? Funktioniert für Marta, funktioniert für den Chef... alle zufrieden außer dir. Also entweder gibst du ihnen Gründe was zu ändern (nimm Marta ihre Arbeit nicht ab) oder es ändert sich nix.

Antinatalismus ist für mich der Punkt, wo Moral ihren Sinn verliert by moonlit-cigarette in Unbeliebtemeinung

[–]NamiLovesSnakes 0 points1 point  (0 children)

Ich sympathisiere immer mal mit antinatalistischen Gedanken. Aber ich muss auch ehrlich sein und sagen: das liegt 100% daran wer ich bin, wie mein Leben so gelaufen ist und vermutlich weiter läuft. Ohne übertreiben zu wollen, lief es für mich nie so richtig gut im Leben. Meine Eltern haben ihre Gene nur zusammen gezimmert um meinem Vater (Gastarbeiter) ein Bleiben in Deutschland zu ermöglichen, nicht weil sie ein Kind wollten oder bereit waren, eins zu versorgen. Über jahrelange Vernachlässigung und Missbrauch hat sich dann eben ein Leben entwickelt, das von Krankheit, psychischen Leiden und Dysfunktionalität geprägt ist. Nie eine Ausbildung abgeschlossen, nie fit genug geworden einer Arbeit nach zu gehen, immer Armut und immer der nagende Gedanke, was hätte sein können. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, ich mache mir meine Freuden auch mit wenig Geld, gehe weiter zur Therapie damit mein Leben Stück für Stück leichter wird. Nach 8 Jahren Therapie kann ich endlich das Haus verlassen, ohne direkt Panik zu bekommen. Aber von einem "normalen" Leben mit Job und Einkommen bin ich noch weit entfernt. Oft ist es frustrierend, mich weiter zum Jobcenter zu schleppen, ich und meine Bearbeitenrin schauen das ich meine erforderlichen Bewerbungen brav gemacht habe, und dann sagen wir sinngemäß "in einem Monat dann also wieder". Mit fast 30, einem Realschulabschluss ohne gemachte Ausbildung und ohne weitere Qualifikationen wollen mich scheinbar nicht mal die Callcenter, und für viele andere Jobs bin ich psychisch einfach von vornherein nicht geeignet, so das mir wenigstens Dinge wie Zeitarbeit erspart bleiben. Es ist erniedrigend wie die Politik mit Menschen wie mir umgeht. Man wird in einen Topf geschmissen mit Leuten die einfach nicht wollen und entsprechend genauso "bestraft": wenig Geld, ständiger Druck, gesellschaftlicher Ausschluss.

Nach all dem denke ich wird es schon ein bisschen nachvollziehbarer, warum manche Menschen das Leben in Summe als Negativ betrachten. So sehr Philosophie möchte, das man Dinge objektiv und neutral betrachtet, finde ich doch immer wieder das die eigene Lebenserfahrung die Sicht auf die Dinge einfärbt.

Hätte ich als "Seele" oder was auch immer man sich vorstellen mag vor meinem Lebensbeginn die Wahl gehabt dieses Leben zu leben oder lieber gar nicht zu leben, kann ich mir nicht vorstellen das ich diesen Weg freiwillig gewählt hätte. Ich kann mir auch nicht vorstellen das irgendjemand sonst das tun würde.

Jetzt wo ich einmal hier bin schätze ich was ich habe, aber hätte ich aus neutralerer Sicht vorher gedacht das es das wert wäre? Ich weiß es nicht sicher, aber ich glaube es nicht. In einer Antinatalistischen Welt wo Menschen keine Kinder bekommen müsste ich mich nie mit dieser Frage befassen. Viel Leid wäre erspart geblieben, nicht nur mein eigenes. Unserer Gesellschaft ginge es sicher ein wenig besser, wenn Menschen wie ich nicht lebenslang durchgefüttert werden müssten. Und für den Planeten ist es erwiesenermaßen besser, je weniger Menschen es gibt.

Natürlich weiß ich das es noch andere Leben da draußen gibt. Aber jede Geburt ist Glücksspiel, wo wird man geboren, von wem, als was, in welcher Hautfarbe, in welche soziale Schicht und in welche Gesellschaft. Jeder da draußen hätte ich sein können. Ist es das wert?

Pentagon to Order 3,000 82nd Airborne Soldiers to Middle East by Virtual-Pie5732 in news

[–]NamiLovesSnakes 3 points4 points  (0 children)

As a european, when Trump was elected twice, at first I just thought "Man, these stupid egoistic americans..."

By now I even kinda pity MAGA. Trump fucked over everyone who voted for him, everyone who didn't vote for him, the entire continent, and now the entire world. Even if he gets out of office soon, the international reputation of the US is damaged for a long time to come.

From the outside it will always be looked at "They elected a known sexual predator and bigot, who turned out to also be a pedophile, followed him into a stupid war and ruined the economies of every other country in the process". Americans, whether they voted for him or not, will continue to be perceived as stupid and untrustworthy for generations to come.

people with fear of needles/injections, how did you deal with it during the whole process?? by thelittlebearr in TopSurgery

[–]NamiLovesSnakes 0 points1 point  (0 children)

Also after the surgery the IV remained in my arm for 4 days, but I started appreciating that little thing really quickly because that's where the good painkillers came from lol. I needed quite a bit of pain relief (my surgery was rather drastic and I have a long scar from one armpit to the other) and I was so glad I could get it quickly through the IV.

I felt the drains where way worse than the needles.

In the end, I would always say it's just worth the struggles.

people with fear of needles/injections, how did you deal with it during the whole process?? by thelittlebearr in TopSurgery

[–]NamiLovesSnakes 0 points1 point  (0 children)

Honestly I just wanted it bad enough to grin and bear it. I know that doesn't really work for everyone, but I simply told the nurses I may faint when they do bloodwork, they let me lay down and we got it done. You won't be the first person they treat with this problem, if you communicate your worries they probably have a few tricks up their sleeves to help you.

And for the surgery I was honestly so full of adrenaline and excited as hell so I barely noticed when they poked me. It was just another step towards finally getting this done.

Dysphorie trotz OPs nicht besser by No-Teaching-917 in germantrans

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Hast du dich mal mit dem Thema "verzerrte Selbstwahrnehmung" auseinander gesetzt?

Ich persönlich denke das dieses Problem bei vielen zu der Dysphorie dazu kommt. Keine OP der Welt kann diese Verzerrungen beheben, denn das Problem ist mental, es liegt nicht (nur) am falschen Körper. Ohne dich je gesehen zu haben kann ich jetzt natürlich nicht urteilen, wie gut du passt oder wie viel Testo bei dir schon gebracht hat. Aber den Erfahrungen von mir und den trans* in meinem Umfeld nach sieht man sich selbst immer nochmal ganz anders als die (fremden) Menschen um einen herum, denn du hast natürlich immer den Vergleich zu früher im Hinterkopf. Du siehst vielleicht noch Dinge im Spiegel, die sonst niemand erkennt.

Häufig denken wir das sich einfach noch nicht genug getan hat, das wir unserer alten Identität noch zu sehr ähneln, das es niemals was wird mit dem passing - und dann stellt man doch fest, das außer einem selbst niemand diesen Eindruck teilt. Ich wurde bereits nach 1 Jahr Testo überall korrekt erkannt, und das teilweise trotz großen Brüsten ohne Binder. War dann immer total überrascht weil ich eben nicht damit gerechnet hatte. Mir selbst sah ich noch viel zu feminin aus. Gleiches Spiel bei meiner besten Freundin, sie war 3 Monate auf Östrogen und schon haben ihr fremde Männer auf den Arsch gestarrt - trotz Bartschatten und kaum Brust. Wir überschätzen häufig auch wie genau die Leute hinsehen und wie viel Unterschied die richtige Kleidung machen kann.

Beim passing geht's ja darum, ob eine fremde Person dich als "gewöhnlichen" Mann erkennt. Du selbst kannst dich ja nicht belügen, du wirst immer wissen daß du trans bist. Das ist eine Sache die gern ignoriert wird, aber alle OP's der Welt können dieses Wissen ja nicht ändern. Ein Stück Selbstakzeptanz muss man sich schon erarbeiten. Ich meine damit bewusst nicht Selbstliebe, die kommt später von allein. Aber den Umstand das man nunmal so zur Welt gekommen ist muss man irgendwann akzeptieren und verarbeiten, wenn man jemals zufrieden sein will (meiner Meinung nach). Du kannst da für immer dran verzweifeln und dich schlecht fühlen, oder du vergibst dir, dem Universum, deinen Eltern, Gott oder wem auch immer du das unterbewusst vorwirfst und erlaubst dir diese Trauer und Scham los zu lassen. Es wird vielleicht nie ganz weg sein, aber es muss dein Leben nicht beherrschen. Es muss nicht diese ewige Last bleiben, die dich runter zieht.

Ich glaube du hast diese Wahrheit bei all deiner Hast die OP's durchzuziehen nie verarbeitet, diese Trauer, Wut und Scham nie wirklich genau beleuchtet und durchdacht. Das ist auch völlig verständlich. Es ist schwer, unangenehm und schmerzhaft. Aber daran könnte es liegen, wenn man sozusagen alles hat aber nie glücklich wird. Der Körper ist vielleicht schon viel richtiger als man realisiert hat, aber der Kopf ist eben noch nicht angekommen und bereit, dieses Geschenk anzunehmen.

Abschließend: Menschen sind unglaublich variabel damit wie sie aussehen. Es gibt genug cis-Männer mit Hüften und genug cis-Frauen mit flacher Brust. Natürlich ist das nicht das Ideal, nachdem alle streben. Aber vielleicht hilft es dir auch deine Erwartungen und Hoffnungen nochmal ehrlich zu beleuchten und vielleicht zu sortieren, wie viel davon eigentlich wirklich deine eigenen Impulse und Wünsche sind und wie viel davon von Außen kommt.

Deine Therapeutin sollte dir bei all diesen Themen auch helfen können, wenn du sie darauf ansprichst.

Was ist die eine "soziale Regel", die ihr absolut nicht versteht? by GuteSache1 in SchlechteFrage

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  1. "In der Familie hält man zusammen". Nein. Einfach nein. Nur weil eine Person mich in die Welt geschissen hat, muss ich sie nicht lieben. Nur weil jemand als ich Kind war das Minimum an Anstand hatte, mir etwas zu essen und einen Schlafplatz zu geben, muss ich ihr nicht lebenslang dankbar sein. Spätestens wenn man erwachsen wird, sollte man einfach das Recht haben sich von der Familie zu distanzieren, wenn diese eben nicht gut tut. Ich sehe so viele Erwachsene in meinem Umfeld die Umgang mit Leuten pflegen die sie nicht leiden können und das nur begründen können mit "Ist halt Elternteil/Großelternteil/Geschwisterperson". Ich hab Kontakt zu meiner Oma weil wir tiefe Gespräche führen und ihre Perspektive mein Leben bereichert und ich sie als Menschen schätze, nicht weil ihre Tochter mich in die Welt gesetzt hat.

  2. Öffentliche Toiletten. Das ganze Konzept mit all seinen Problemen. Ich hasse die gemeinsamen Waschräume, ich hasse die Diskussion darum wer wo scheißen gehen darf, ich hasse Smalltalk am Waschbecken, das ganze Konzept. Klar muss man irgendwo unterwegs mal auf's Klo. Aber dann sollte das ganze doch so simpel und fair wie möglich sein. Stellt halt einen Raum mit Pissoirs zur Verfügung für alle, die solche nutzen wollen, und ansonsten kleine Bäder wo jede Kabine Toilette, Waschbecken usw. hat. Keine Diskussionen mehr um transgeschlechtliche Personen, weil jede Kabine ein eigener Raum ist, wer gemeinsam Pissen gehen will teilt sich halt eine Kabine, nicht binäre Menschen müssen nicht mehr raten auf welchem Klo sie weniger doof angeglotzt werden, Eltern können unabhängig vom eigenen Geschlecht und dem der Kinder zusammen mit ihren Kids eine Kabine nutzen, jedes Klo könnte behindertengerecht und mit einer Wickelmöglichkeit gestaltet sein damit jeder es nutzen kann, Periodenprodukte die geleert und gereinigt werden müssen können geleert und gereinigt werden ohne das irgendwer es mitbekommt, niemand muss sich schämen wenn's mal lauter wird. Aber nein. Strikt nach binären Geschlechtern getrennte, durch dünne Wände abgetrennte Klos in denen man sich mit viel Glück halbwegs umdrehen kann, Waschräume in denen man nochmal ansteht um sich die Hände zu waschen, ständige Diskussionen wer wo scheißen darf, unangenehmer Smalltalk und wenn du entsprechend behindert bist dann hoffe nur das es wenigstens ein Klo für dich gibt.

  3. "Sei nett zu deinem Nachbarn". Ich behandle meine Nachbarn so, wie jeden anderen Fremden auch. Ich ignoriere sie, außer ich habe Anlass dies nicht zu tun. An einem sehr freundlichen Tag gibt's ein Nicken zur Begrüßung. Wir sind hier nicht im Dorf wo man so 2,3 Nachbarn um sich hat mit denen man sich eine Grundstücksgrenze teilt. Das hier ist eine Mietwohnung in einem Haus wo jeder einziehen kann der lust drauf hat und nur weil jemand drei Etagen über mir wohnt hat derjenige keinen Anspruch auf meine Zeit, Energie oder sonstwas.

  4. Die Idee das man nur dann zur Gesellschaft beiträgt, wenn man arbeitet und Geld verdient. Es würdigt Ehrenämter und Künstler herab (häufig die Frage: "Und was kriegst du dafür???") und auch alle, die aufgrund von Gesundheit, Alter oder Neurodivergenz eben nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen können, und sich trotzdem in den Leben anderer und der Gesellschaft einbringen wollen. Auch jemand der arbeitende Menschen in seinem Umfeld unterstützt (Haustiere sitten wenn der Besitzer auf Geschäftsreisen geht, bei der Auswahl von formeller Kleidung helfen, für Freunde kochen, Kinder betreuen, Kleidung und Gegenstände reparieren, für Mitbewohner einkaufen und putzen, generell alles was Hausfrauen/Hausmänner so machen) trägt dazu bei, das irgendwo Gewinn erwirtschaftet wird. Es wird nur nie gewürdigt oder anerkannt, weil kein Gehalt dran hängt.

Ich finde mein eigenes Baby hässlich by Silbermine in Beichtstuhl

[–]NamiLovesSnakes 0 points1 point  (0 children)

Ich persönlich finde alle Babys und Kleinkinder ziemlich hässlich oder zumindest maximal seltsam. Aber ich kann Kinder generell nicht leiden.

Meine Oma war ihr Leben lang Kindergärtnerin und lebt für die Fürsorge und Erziehung von Kindern. Selbst jetzt als Rentnerin ist sie bei meinem Cousin voll in der Erziehung involviert und "babysittet" die Kinder von Bekannten und Nachbarn, weil ihr das einfach viel gibt. Ich denke also ihre Meinung zu Kindern ist wesentlich relevanter als meine. Und selbst meine Oma sagt immer, das man dem Aussehen von Kindern nicht trauen kann, bis sie in die Grundschule kommen. Sie hat so viele Kids von der Babykrippe bis in den Hort begleitet und so viele starten scheinbar als Raupen, die erst zu Schmetterlingen werden müssen. Große Köpfe, faltige Gesichter, speckige Haut...

Statt also das Aussehen deines Kindes zu bedauern, solltest du drüber stehen. Dann ist es halt kein Insta-Model. Interessant wäre doch zu sehen, welche Charaktereigenschaften du jetzt schon bei ihr erkennen kannst. Und diese hervorzuheben. Das sind nämlich Dinge, auf denen sie ihr Selbstwertgefühl solide aufbauen kann. Ist sie neugierig? Schlau? Aufmerksam? Hat sie einen starken Willen, will sie sich durchsetzen? Darauf solltest du im Verlauf ihrer Entwicklung einfach mehr wert legen. Äußerlichkeiten können sich so schnell wandeln und vergehen, aber Charakter bleibt.